Mittwoch, 17. Juni 2009
das unbehagen der geschlechter


"alle anderen" von maren ade startet morgen in den deutschen kinos und wer ihn noch nicht gesehen hat, der möge es bitte tun.

auf der berlinale hatte ich die große freude, den film mit premierenpublikum sehen zu können - das war zwar eine besondere atmosphäre, sobald das licht ausging war ich jedoch mit diesem film ganz allein - auf mich selbst zurückgeworfen sozusagen.
lieblingsszene ist die, wo er ihre hand nicht halten will, relativ am anfang. fast alles, was dieser film über die beziehung erzählt in einer geste, einer szene verdichtet, glasklar.

nur andrew bujalskis 'beeswax' ließ mein herz auf der berlinale in ebensolche höhen schlagen.

die filmkritik zu 'alle anderen' in der aktuellen spex ist wunderbar. ich male hinter jedes wort ein ausrufungszeichen.

(maren ades debütfilm 'der wald vor lauter bäumen' ist ebenso zu empfehlen, aber eine ganz andere kiste. gibt es in jeder gepflegten videothek.)

ps: meine überschrift ist der deutsche titel von judith butlers buch gender trouble - in ades film geht es nicht um die konstruiertheit des biologischen geschlechts etc. - aber um perfomativiät und inszenierung von beziehung, von geschlechter-rollen, von gefühlen und von authentizität allemal.

und unbehaglich wird einem auch.

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